Milch ist nicht gleich Milch

Die Milch ist von Natur aus das vollkommenste Lebensmittel - aber auch das empfindlichste. Schliesslich hilft sie dem jungen Tier oder Menschen, gross und stark zu werden. Weil sie derart empfindlich, anders gesagt, so lebendig und lebensspendend ist, gestaltet sich der Umgang mit ihr heikel. Sie dient den überall anwesenden Kleinstlebewesen als günstiger Nährboden - verdirbt rasch und hat die Tendenz, sich in zwei Schichten, aufzurahmen.

Die Industrialisierung der Milch...

Die Milch wurde auch als wichtiger Wirtschaftsfaktor entdeckt. Weltweit wurde sie zu einem der zentralen Agrargüter und dementsprechend zu einer Handelsware degradiert. Mit dem Resultat, dass sie über riesige Distanzen verschoben und in immer kleinere Bestandteile zerlegt wird, bevor sie zu einem Nahrungsmittel verarbeitet werden kann.

Aus diesen beiden Gründen wird die Milch immer mehr drangsaliert, über Hunderte von Kilometern transportiert und durchgeschüttelt, in immer grösseren Tanks gelagert, durch kilometerlange Leitungen über unzählige Pumpen gefördert und zu guter Letzt durch extreme Drücke und Temperaturen standardisiert, homogenisiert, pasteurisiert, uperisiert, mikrofiltriert, zerlegt und wieder zusammengemischt....

... und der Biomilk-Weg

Unsere Antwort auf diese Entwicklung ist eine handwerkliche, kleinmassstäbliche Verarbeitung. Die Bauern bringen ihre Milch selber. Wir belassen die Milch so, wie sie uns überbracht wird (mit ihren natürlichen, saisonbedingten Schwankungen). Wir verzichten auf das Homogenisieren der Milch und pumpen sie nicht durch lange Leitungen. Bei allen unseren Verarbeitungsschritten riechen und sehen wir die Milch und schmecken sie auch. Der Mensch mit seinem Können steht im Mittelpunkt der Verarbeitung.